Polizei Pressemeldung
Schwerer Verkehrsunfall mit LKW
Schneizlreuth – Am 22.10.2026 gegen 03:12 Uhr geriet ein LKW samt Sattelauflieger, welcher die B21 von Bad Reichenhall in Fahrtrichtung Melleck befuhr, kurz vor dem Weiler Scheuerl alleinbeteiligt aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte dort frontal mit einem Baum.
Der 64-jährige türkische Fahrzeugführer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und durch die alarmierte Feuerwehr aus diesem befreit. Anschließend wurde dieser nach Erstversorgung am Unfallort mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht.
Am Sattelzug entstand Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Auch eine mögliche Beschädigung der Ladung muss noch geklärt werden.
Die B21 war zur Unfallaufnahme und der anschließenden Reinigung der Fahrbahn zunächst voll gesperrt. Die örtlich zuständigen Feuerwehren übernahmen zudem die Ausleuchtung der Unfallstelle.
Die Straßenmeisterei hat sodann eine Ampelregelung mit halbseitiger Sperrung der Fahrbahn eingerichtet. Ein verständigtes Abschleppunternehmen ist bereits vor Ort und kümmert sich um die Bergung des Gespanns. Die Bergungsmaßnahmen werden noch länger andauern, unter Umständen ist dazu auch nochmal eine erneute Vollsperrung notwendig.
Die Polizei Bad Reichenhall übernahm die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang.
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Bei starkem Regen geriet der Sattelzug von der Straße ab und prallte gegen einen Ahornbaum. Der Lenker wurde eingeklemmt.
Ein Beifahrer hätte keine Chance gehabt.
Die B21, auch „Kleines Deutsches Eck“ genannt, gehört zu den meistbefahrenen Transitstrecken der Region zwischen Tirol und Salzburg. Im Gemeindegebiet von Schneizelreuth passieren immer wieder schwere Unfälle.
So auch in der Nacht auf Donnerstag: Kurz nach 3:15 Uhr geriet ein türkischer Berufskraftfahrer mit seinem Sattelzug nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit der Beifahrerseite frontal gegen einen Ahornbaum am Fahrbahnrand.
Warum der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Dennoch ist die Unfallstelle der Ort in Schneizelreuth mit den meisten tödlichen Unfällen auf der B21 überhaupt.
Direkt neben dem völlig zertrümmerten LKW steht ein Gedenkkreuz, das an einen tödlichen Unfall erinnert. Schräg gegenüber stehen weitere Kreuze, die an weitere schwere und tödliche Unfälle, bei denen LKWs beteiligt waren, erinnern.
Trotz des massiven Ausbaus der Strecke zwischen Melleck und Bad Reichenhall bleibt diese Transitstrecke eine der gefährlichsten Straßen der Region.
Das Bergeunternehmen Rigra aus Siegsdorf musste schon oft zu Lkw- und Schwerverkehrsbergungen auf diesem Teilstück ausrücken, um die verunfallten Fahrzeuge zu bergen. Auch in der Nacht auf Donnerstag mussten sie mit drei Bergefahrzeugen anrücken, um den verunfallten LKW zu bergen.
In der Nacht waren insgesamt fünf Feuerwehren und 60 Einsatzkräfte im Einsatz. So waren die Feuerwehren Schneizlreuth, Weißbach, Bad Reichenhall und Piding sowie die österreichische Feuerwehr Unken im Einsatz. Der Lenker konnte schnell durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit und nach notärztlicher Versorgung ins Kreisklinikum Bad Reichenhall eingeliefert werden.
Die geschätzte Schadenssumme beläuft sich auf 150.000 Euro.
