Es ist vom Tisch.
Die Millionenplanung mit den entsprechenden Kosten wurde trotz aller Kritiker und entgegen allen Studien durchgeführt. Es wurde geplant, die Belegschaft mehrfach informiert und mit falschen Daten und Fakten argumentiert. Zu guter Letzt wurde die Notbremse gezogen und alles bleibt beim Alten.
Unter der ÖVP/FPÖ-Regierung war der Zusammenschluss der großen Krankenhäuser für die Maximalversorgung – Landeskliniken und Unfallkrankenhaus auf dem Gelände der Landeskliniken – das wichtigste Projekt.
Man wolle Geld sparen und die Unfallversicherungsbeiträge reduzieren. So wurden auch in ganz Österreich die Unfallkrankenhäuser und ihre Rehaeinrichtungen in den Fokus der Kostenverschwendung gerückt. Gerade die ÖVP/FPÖ-Regierung argumentierte, dass diese Häuser viel zu teuer seien und man die Überkapazität reduzieren müsse, die laut vielen Studien gar nicht existiert.
Doch unter Haslauer und der FPÖ im Land Salzburg nahm das Projekt noch mehr Fahrt auf und man investierte Millionen in die Planung. Jetzt hat man die Notbremse gezogen und entschieden, dass alles beim Alten bleibt.
Ein Schelm, wer denkt, dass da Steuergelder regelrecht aus dem Fenster geworfen wurden. Nein, man stellte fest, dass in Katastrophenlagen wie Unwettern, Hochwassern und anderen eine räumliche Trennung der beiden großen Kliniken durchaus Sinn macht. Gerade die topographische Trennung durch die Salzach ist eines dieser natürlichen Argumente.
Aber auch, dass das Unfallkrankenhaus als Spezialklinik für Traumatologie einen weltweiten Ruf hat und als Traumazentrum weit über die Grenzen hinaus einen wichtigen Stellenwert hat, zeigt, dass es unverzichtbar ist.
Für die Beschäftigten heißt es nun, dass sie sich keine Sorgen mehr machen müssen, ob sie umziehen oder nicht, und das Land, der Bund und die AUVA sparen sich Millionen. Spöttisch sagen einige, damit sei der Pflegebonus, der aufgrund extremer Proteste der Pflegenden aller Krankenhäuser in Salzburg gestrichen werden sollte, nun doch weiterlaufen.
Fest steht, dass das Unfallkrankenhaus nun eine Generalsanierung erhält, um seine renommierte Stellung zu behaupten.
Sehr schmerzlich ist jedoch, dass die Planung für das Projekt nach inoffiziellen Studien bereits mehrere Millionen verschlungen hat, die für die Sanierung durchaus sinnvoll gewesen wären.
Politisch Verantwortliche wie die FPÖ wollen jedoch keine Verantwortung übernehmen und sagen: „Es ist halt so.”
Das ist nicht der einzige Skandal um Krankenhäuser in Österreich. In der Steiermark und in Niederösterreich gibt es ähnliche Fälle. Immer wieder sind die FPÖ und die ÖVP stark in diese Vorgänge verwickelt.
Damit überführen sie sich wiederum, da sie vielerorts nur Populismus und Unfähigkeit bewiesen haben.
