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Sonntag, 5. April 2026

Obwohl die Lawinenwarnstufe bei 4 von 5 liegt, wird eine Skitour unternommen. Es kam zu einem Lawinenabgang am Watzmann.

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, Lokali, Salzburgs Berge, TV & Video, Einsatzdokumentationen
  • Meldungs-ID:64d9e64a-cb7c-4c4b-93dd-43dafd013625
  • Ramsau
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer Pressemeldung

Eine Person ist teilweise verschüttet.

 

 

Dramatischer Rettungseinsatz gegen Mittag am Watzmann. Die Rettungskräfte mussten zur sogenannten Watzmann-Grube ausrücken. Offenbar war in dem Bereich zwischen Hocheck und Watzmannhaus eine Lawine abgegangen und hatte mindestens eine Person mitgerissen und teilweise verschüttet. Die alarmierten Rettungskräfte rückten mit Hubschraubern zur Rettung an.

Wie es zu dem Lawinenabgang gekommen ist, ist derzeit noch nicht klar. Bergführer des Alpenvereins und die alpinen Einsatzkräfte sagen jedoch einhellig, dass solche Touren wegen des heftigen Wintereinbruchs derzeit Selbstmordtouren sind. Lawinenwarnstufe 4 ist die zweithöchste Warnstufe und es können sich sogar selbst Lawinen auslösen. Daher ist derzeit von solchen Touren abzuraten.


Die Polizei ermittelt derzeit noch den genauen Hergang.

Bilder des Watzmannes vom heutigen Abend 

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Polizei Pressemeldung 

 

 

Lawinenabgang am Watzmann. Eine Person verletzt.

 

Am Samstagnachmittag, gegen 13 Uhr kam es am Watzmann in Ramsau bei Berchtesgaden zu einem Lawinenabgang. Eine vierköpfige Gruppe von einheimischen erfahrenen Skitourengehern fuhr vom Watzmann-Hocheck (2651 HM) ab. Oberhalb der sog. Watzmanngrube in einer steilen nordostseitigen Querung auf ca. 2100 HM löste einer der Skifahrer dann ein kleines Schneebrett mit einer Breite von ca. 30 - 40 m und Länge von 30 m aus. Der vorausfahrende Skifahrer konnte nach Warnrufen noch aus der Lawine herausfahren, während der zweite von der Lawine über steiles Felsgelände mit Absätzen mitgerissen wurde. Die weiteren Begleiter hatten noch vor der Querung gewartet. Nach ca. 80 – 100 m blieb das 64-jährige Lawinenopfer dann in der Lawine teilverschüttet liegen. Sein Glück im Unglück war, dass noch der Kopf herausschaute. Seine Kameraden setzten sofort einen Notruf ab und befreiten ihn dann aus dem Schnee. Durch den Absturz mit der Lawine erlitt der Skitourengeher schwere Verletzungen und kam anschließend mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 in das Krankenhaus nach Traunstein.

Laut Lawinenlagebericht war am Samstag in Höhenlagen über 1800 HM die Lawinenwarnstufe 3, also erhebliche Lawinengefahr, ausgegeben. Es wurde explicit auf die Möglichkeit der Auslösung von Schneebrettlawinen im Steilgelände durch geringe Zusatzbelastung, also einzelne Skifahrer, hingewiesen.

 

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