Die Behörden ermitteln derzeit mit Hochdruck, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Natürlich hat auch die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Lenker eingeleitet.
Für die Stadt Oberndorf, in deren HAK die Verunglückten gingen, ist es ein besonders schwerer Verlust, und die Trauer sitzt tief. Die Schulleitung und der Bürgermeister von Oberndorf äußerten ihre Bestürzung in den sozialen Medien.
Doch auch für die Familien der Getöteten ist es ein schrecklicher Verlust. Verwandte schilderten am Sonntag gegenüber AKTIVNEWS, dass die Getötete Marie in der Nacht mit ihrem Freund starb, der in Kürze Geburtstag gehabt hätte. Zudem sei Maries Mutter in diesem Jahr bei einem Bergunfall tödlich abgestürzt.
„Nun ist die Welt anders“, so die Worte, die gefallen sind. „Wir wissen echt nicht mehr weiter. Das Leben hat uns alles genommen.“
Viele fragen sich trotz der eindeutigen Spuren: Warum war der PKW so schnell unterwegs? Warum hat niemand gesagt: „Fahr langsamer!” Oder doch? Und warum muss so ein junges Leben so zerstörerisch beendet werden?
Nussdorf, zu dem das Gewerbegebiet gehört, ist mit so einem schrecklichen Unfall nicht zum ersten Mal konfrontiert. Am 13. Mai 2012 war eine 18-Jährige mit dem Auto von der Fahrbahn abgekommen und in die Etsch gestürzt.
Auch damals konnten zwei Mitfahrerinnen trotz intensiver Bemühungen nicht gerettet werden. Eine 18-Jährige verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus, die zweite wenige Tage später im Unfallkrankenhaus. Sie waren ertrunken und konnten nicht gerettet werden. Die Lenkerin wurde auch damals nur leicht verletzt. Aktivnews berichtete.
Einige der Einsatzkräfte von damals waren auch in der Nacht auf den 18. Oktober im Einsatz.
