War es Hochmut, war es Selbstüberschätzung oder einfach eine mentale Schwäche? Es war in jedem Fall ein Wochenende, an dem alle Mannschaften der Salzburger Enten mit hängenden Köpfen nach Hause gehen mussten.
Die U14 hatte bei ihrem Spiel in Erpfendorf eine empfindliche Niederlage erlitten und ihren Lauf von zu-0-Spielen schmerzlich beendet.
Die U16 war ein Ebenbild dieses Laufs.
Hochmotiviert zogen sie in Graz bei den Gigants ein, doch diese zeigten ihnen, dass es schwer ist, Punkte zu machen. Es ist schwer, wenn jene, die blocken sollen, es vergessen, und wenn in fast jedem Spielzug nicht alles so klappt, wie man es sich erhofft hat, dann ist die Frustration hoch.
Genau das erfuhren auch die U19-Spieler in Wien. Dort eskalierten die Emotionen und ein Spieler wurde vom Platz gestellt, was drastische Folgen für die gesamte Mannschaft hatte!
Durch den Ausschluss hatte die Mannschaft zu wenig Spieler und das Spiel wurde abgebrochen – mit der Folge, dass sie ebenso verloren haben.
Diese drei Spiele zeigen, dass Emotionen gut sind, dennoch müssen sie im Spiel kanalisiert und geregelt sein. Wenn die Emotionen hochkochen, muss man sich im Griff haben. Ist das nicht so, dann wird es bitter, weil die Regeln hart durchgreifen.
In Graz zeigten die Spieler erst nach der Halbzeit, dass sie wirklich zu den Top-Favoriten dieser Saison zählen. Dann klappten einzelne Spielzüge und die Spieler holten zumindest 14 Achtungs-Erfolgs-Punkte.
Es war für die Mannschaften auch eine andere Erfahrung als in ihrem heimischen Stadion, in dem bei fast jedem Spiel ein lautstarkes Publikum oft mehrere hundert Zuschauer sie zum Erfolg trägt. Dieses Privileg hatten sie in den Stadien von Erpfendorf und Graz nicht. Dort waren leider nur vereinzelte Zuschauer:innen, die ihre Spiele antrieben.
Im Sport wird schon lange darüber diskutiert, wie man mehr Publikum zu den Spielen locken und die Begeisterung für eine aufstrebende Sportart steigern kann.
So sind bei NFL-Spielen, wie jetzt in Kürze in München, die Stadien, wie die Allianz Arena, nach wenigen Minuten ausverkauft. Dennoch erkennen die Menschen nicht, dass sie dieses spannende und actionreiche Spiel direkt vor ihrer Haustür haben.
Ein Sport, bei dem wirklich jeder mitmachen kann, bei dem es nicht nur auf Athleten mit Hochleistungssport-Mannschafts-Erfahrung ankommt, sondern auch auf jene, die man nicht damit in Verbindung bringt.
Ja, das Aufbrechen vieler im Kopf abgespeicherter Schubladen – du gehörst da hin und du da – ist eine der wichtigsten Grundlagen. Ein Sport, der gerade von den Ducks gelebt wird: „WE ARE FAMILY”. Egal, welche Hautfarbe, Nationalität oder körperliche Statur – du bist willkommen und Teil der Familie. Das ist das Credo, nach dem erfolgreiche Jugend-Sport-Arbeit gemacht wird.
So sind die Köpfe zwar geneigt und die Enttäuschung groß, nicht als Sieger vom Platz gegangen zu sein, dennoch ist die Erfahrung enorm gewachsen.
Die Ducks-Spieler, auch jene, die ihre Emotionen kurz nicht im Griff hatten, sind Teil dieser Familie.
Tolle Impressionen aus Graz gibt es hier auf AKTIVNEWS Sport. Hochachtung den Gigants, die ihrem Namen alle Ehre machten und ein tolles Spiel ablieferten.
