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Samstag, 29. August 2026

Im Zauberwald gab es einen hochbrisanten Entschärfungseinsatz von Nebelfässern aus dem Zweiten Weltkrieg in Ramsau.

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, Salzburgs Berge, TV & Video, Einsatzdokumentationen
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  • Ramsau
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Große Absperrungen

 

Große Absperrungen


Der Zauberwald, jener verwunschene Wald, der für Sagen und Mythen bekannt ist, liegt am Auslauf des Hintersees in Richtung Ramsau. 
Der Zauberwald, der zum ersten Bergsteigerdorf Deutschlands, der Gemeinde Ramsau, gehört, ist heute mit einem ganz anderen Zauber belegt, als man es sich erhofft hat.

Die langen Schatten der Vergangenheit holen nun die Gemeinde und die Region wieder einmal ein. Dieser Zauber ist alles andere als mystisch, dennoch ist er hochbrandgefährlich und stammt aus der Zeit, als Deutschland Krieg führte und die Folgen tragen musste.

Unweit der Ramsauer Ache, gegenüber des Wanderweges durch diesen Zauberwald, hatten Wanderer einen runden, metallischen Gegenstand gefunden, der tief im Boden vergraben schien. Sie verständigten die Polizei, die zusammen mit dem Sprengkommando feststellte, dass es sich um ein sogenanntes Nebelfass handelt. Diese sind rund und einen Meter hoch. In ihnen befand sich eine hochreaktive Flüssigkeit, die aktiviert wurde, wenn Fliegeralarm herrschte. So konnte sie den gesamten Talkessel innerhalb kürzester Zeit in einen dichten Nebel hüllen. 
Die chemische Flüssigkeit in dem Fass ist ätzend und gesundheitsschädlich. Bei der weiteren Absuche des Fundortes fand man fünf Meter entfernt ein weiteres Fass, welches ebenso dort vergraben oder von der Vegetation zugeschüttet liegt.

Stefan Scharf, der Leiter der Polizeidienststelle Berchtesgaden, erklärte, warum diese Fässer so gefährlich sind und wie nun vorgegangen wird. Er erklärte auch, wie man sich zu verhalten hat, wenn man unbekannte Gegenstände findet, die aus vergangener Zeit stammen könnten.
Derzeit laufen die Absperrmaßnahmen und das Entschärfungsteam der Firma Taubek ist damit befasst, die Vorbereitung zur Bergung dieser hochsensiblen Fracht durchzuführen. 

 

Bei der schnellen Reaktion auf ein Kriegsrelikt kann es auch zu enormer Hitze kommen. Das ist in der derzeitigen Waldbrandgefahrenlage äußerst ungünstig. 

 

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