Die Rettungskräfte waren fast sprachlos, denn das, was sie sahen, ist fast nicht mit normaler Physik zu erklären.
Ein junger Paketwagenfahrer war mit seinem alten Transporter im Mehlweg in Marktschellenberg von der Fahrbahn abgekommen.
Das Fahrzeug blieb in extremer Schräglage am Rande des Bergwaldes hängen, ohne an etwas wie einem Baumstumpf oder Ähnlichem hängen zu bleiben.
Der Lieferwagenfahrer berichtete, dass sein Fahrzeug nicht mehr bremste und er so von der Fahrbahn rutschte und dann in den Bergwald stürzte. Die Ursache konnte nach der Bergung festgestellt werden: Der Lieferwagen hatte maximal abgefahrene Reifen und zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte extremer Platzregen (Starkregen), sodass das Wasser teilweise mehrere Zentimeter hoch auf der Fahrbahn stand bzw. talwärts floss. Dabei schwamm der Lieferwagen auf und geriet außer Kontrolle.
Dank des vielen Wassers wiederum weichte der Waldboden derart auf, dass das schwere Fahrzeug beim Rutschen in den Wald einen Erdkeil vor den Vorderreifen auftürmte, der wiederum den Absturz verhinderte.
Wäre dies nicht passiert, wäre das Fahrzeug geradewegs in den Wald gestürzt und nach rund 60 Metern über eine rund 40 Meter hohe senkrechte Felswand gestürzt, wenn es nicht zuvor eventuell an einem der Buchenbäume hängenbleiben würde.
Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Marktschellenberg sicherte den Lieferwagen mittels Seilzug gegen weiteres Abstürzen und half dem Abschleppunternehmen bei der schwierigen Bergung.
Die Feuerwehr musste mit zwei Fahrzeugen anrücken, um den Lieferwagen einerseits zurück auf die Straße zu ziehen und ihn andererseits mit dem Kran in der Front anzuheben, um ihn überhaupt sicher zurück auf die Straße zu bekommen.
Es entstand ein Schaden am Lieferwagen in unbekannter Höhe. Der junge Paketzusteller kann jedoch an diesem Tag durchaus seinen weiteren Geburtstag feiern, denn dieser Unfall hätte viel schlimmer ausgehen können.
