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Montag, 19. Oktober 2026

Erschreckender jugendlicher Leichtsinn: Ein 17-Jähriger fährt mit dem PKW viel zu schnell und verunfallt. Zwei Personen sterben.

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  • Weithwört
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Innerhalb der Ortschaft

 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich im Ortsteil Weißenwörth der Gemeinde Nussdorf am Hausberg (Salzburger Flachgau) ein schrecklicher Verkehrsunfall.

Seit auf der B156 zwischen Bergheim und Oberndorf eine Section Control eingerichtet wurde, weil es auf dem Teilstück überdurchschnittlich viele schwere und tödliche Unfälle gab, weichen etliche Fahrzeuglenker auf die alte Lamprechtshausener Straße aus. Gerade im Gewerbegebiet Weithwört, in dem vor wenigen Jahren die Gemeindegrenzen wegen der vielen Gewerbeunternehmen eingerichtet wurden, wird mit extrem überhöhter Geschwindigkeit gefahren.

So auch am Samstag kurz vor Mitternacht. Ein BMW, gelenkt von einem 17-jährigen Mann aus dem Salzburger Flachgau und besetzt mit vier weiteren Freunden, drei Männern und einer Frau, fuhr mit weit überhöhter Geschwindigkeit die Straße von Bergheim kommend in Richtung Oberndorf.

In einer leichten Linkskurve geriet das Fahrzeug außer Kontrolle.
Anhand der Unfallspuren, die der Sachverständige noch in der Nacht erhob, driftete der Pkw über die Vorderachse hinweg nach rechts rund 100 Meter.
Dabei driftete das Fahrzeug schräg gegen einen großen Granitstein, der am Fahrbahnrand die Grenze eines Grundstücks markiert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw in die Luft katapultiert und flog einige Meter weit mit dem Dach und Heck gegen das Hauseck des Firmengebäudes.
Anschließend wurde das zu diesem Zeitpunkt völlig zertrümmerte Fahrzeug zurück auf einen weiteren Felsen katapultiert. Dabei überschlug sich das Unfallfahrzeug mehrfach, bis es neben der Fahrbahn zum Liegen kam.


Nicht angegurtet!

Die drei Personen auf der Rückbank, zwei 18-jährige Männer und ein 16-Jähriger, werden bei dem Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert und bleiben schwerstverletzt auf der Fahrbahn bzw. neben dieser liegen.

 

Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zur Unfallstelle, doch sie konnten für die 16-Jährige und den 18-Jährigen nichts mehr tun. Sie erlagen trotz Reanimationsversuchen noch am Unfallort. Ein weiterer 18-Jähriger wurde schwerst verletzt in den Schockraum eines Salzburger Krankenhauses gebracht. 
Der Fahrer und der Beifahrer des Fahrzeugs, die zunächst angaben, unverletzt zu sein, kamen dann ebenso ins Krankenhaus zur medizinischen Behandlung.

Die Trauer ist enorm!


Am Tag nach dem Unfall ist die Bestürzung über den tragischen Unfall enorm. So betreute das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes schon in der Nacht Betroffene und Angehörige. Am Sonntagnachmittag trafen dann viele Freunde, Bekannte und Verwandte der Verstorbenen am Unfallort ein. Sie wurden vor Ort von dem Kriseninterventionsteam betreut. Wegen der großen Anzahl an Schaulustigen, die am Tag am Unfallort vorbeifuhren, ließ die Gemeinde eine 30 km/h-Zone errichten und die Polizei sperrte die Unfallstelle für über zwei Stunden für den Verkehr.

Fassungslos betrachteten die Freunde, Bekannten und Verwandten die Spuren der Tragödie und gaben sich gegenseitig Halt.

Gerade für die jungen Schüler, aber auch für die Schule, wird wohl die nächsten Tage eine sehr belastende Zeit eintreten, da offenbar die Opfer von einem Gymnasium in Salzburg stammen und so auch in der Schule mit großer Trauer und Bestürzung zu rechnen ist. Auch dort wird Fachpersonal für die jungen Menschen zur Verfügung stehen, das versucht, das Tragische begreifbar zu machen.


Sachverständiger

 

Der Sachverständige Gerhard Kronreif wurde von der Staatsanwaltschaft zur Unfallstelle beordert. Er soll klären, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte. Dazu wird auch das Fahrzeug technisch untersucht, um festzustellen, ob bauliche Veränderungen (Tuning) oder ein technischer Defekt zu diesem Unfall geführt haben könnten.

Auch die Verstorbenen wurden obduziert.


Sicher ist, dass die erlaubten 50 km/h um ein Vielfaches überschritten wurden. Somit dürfte der Unfall auf jugendlichen Leichtsinn zurückzuführen sein.

 

Es ist bereits der zweite tödliche Unfall in diesem Jahr im Gewerbegebiet.

Der ehemalige Profi-Fußballer Manninger ist am 17. April dieses Jahres, keine 800 Meter vom heutigen Unfallort entfernt, wurde er beim Queren der Lokalbahn von dieser erfasst. Damals wurde sein VW-Bus mehr als 100 Meter weit vom Zug mitgeschleift. Der ehemalige Profifußballer und österreichische Nationaltorhüter starb noch am Unfallort. Dies war bereits das zweite tragische Unglück in diesem Jahr im Gewerbegebiet. AKTIVNEWS berichtete!

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