Erneut kommt es zu einem schweren LKW-Unfall mit großem Stau im Kleinen Deutschen Eck. Gegen 16:30 Uhr geriet ein slowenischer Sattelzug, der Holz von Österreich nach Deutschland transportierte, von der Fahrbahn ab und landete nach einer spektakulären Fahrt 40 Meter weit im weichen Erdboden.
Der Fahrer gab an, das Bremsmanöver des vor ihm fahrenden und ihn überholenden LKW übersehen zu haben. Um einen Auffahrunfall zu verhindern, lenkte er nach rechts. Dabei geriet das tonnenschwere Gefährt von der Fahrbahn ab.
Glücklicherweise hatte der Fahrer nicht versucht, zurück auf die Fahrbahn zu gelangen, sondern war mit seinem Gefährt geradeaus ins Feld gefahren. Dazu stürzte der Lkw eine Böschung hinab, durchbrach den Wildschutzzaun und kam nach 40 Metern auf dem angrenzenden Feld zum Stillstand.
Die Bergung sollte jedoch eine enorme Herausforderung werden, denn entgegen der Hoffnung, über einen Feldweg direkt zum LKW zu gelangen und ihn dort herauszuschleppen, musste dieser Plan schnell verworfen werden, da der Acker und das Feld extrem weich waren und die tonnenschweren Bergefahrzeuge dort nicht einfahren konnten.
So musste die Autobahnmeisterei den Wildschutzzaun an einer anderen Stelle öffnen. Mit enormem Aufwand konnte der LKW mithilfe von zwei Spezialbergungsfahrzeugen in einer rund zweistündigen Bergeoperation zurück auf die Fahrbahn gezogen werden. Dazu musste die Autobahn auf eine Fahrspur verengt werden, was zu einem Rückstau von rund 5,5 Kilometern führte. Erst als die Feuerwehr zur Reinigung des LKWs alarmiert wurde, musste die Autobahn für 30 Minuten komplett gesperrt werden.
Die 21 Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den LKW, der enorme Mengen an Erdreich auf die Fahrbahn geschleppt hatte, aufwendig reinigen, bevor dieser abgeschleppt werden konnte.
Innerhalb weniger Tage ist es nun der dritte Lkw-Unfall zwischen der Chiemsee- und der Salzburger Landesgrenze.
Glücklicherweise wurde heute niemand verletzt, in den letzten beiden Unfällen wurden die Lenker jeweils nur leicht verletzt.
Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. Neben den Schäden an der Autobahneinrichtung entstanden auch Schäden am LKW. Die Ladung dürfte beim Unfall erheblich verrutscht sein, weswegen diese erst umgeladen werden muss. Ebenso musste der LKW in die Werkstatt.
