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Samstag, 29. August 2026

Der Zauberwald ist wieder sicher, Nebelfässer waren nicht mehr gefüllt, Einschusslöcher in den Fässern

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, Salzburgs Berge, TV & Video, Einsatzdokumentationen
  • Meldungs-ID:1416b922-ead6-4fcc-9a3f-88f6c8225dc9
  • Ramsau
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Um 17:30 Uhr war es vorbei.

 

Die Aufregung war in den letzten Stunden groß, weil die Bergung überdurchschnittlich lange dauerte. 
Um 15 Uhr konnte lediglich vermeldet werden, dass ein Fass geborgen und gesichert sowie unschädlich gemacht wurde, das zweite müsse noch geborgen werden. Und so begann das Warten erneut.

Gegen 16:30 Uhr meldete das Sprengkommando, dass die Entschärfung geglückt sei.

In der nachfolgenden Pressebesichtigung der Einsatzstelle stellte sich der Verantwortliche der Firma Tauber den Fragen zur Bergung und Entschärfung. 
Bei den beiden gefundenen Nebelfässern, die eher zu den kleineren gehören, stellten sie nach den ersten Arbeiten, die sie unter schweren Säureschutzanzügen ausführen mussten, fest, dass die Fässer Einschusslöcher haben. Das wurde damals bei der Entschärfung solcher Munition gemacht, damit das Gas austreten konnte.

Heimtückisch an diesen Nebeltonnen war, dass die Zusammensetzung der beiden Chemikalien bei Luftfeuchtigkeit Salzsäure erzeugt und das Einatmen dieses Stoffes somit hochgefährlich ist.

Als man feststellte, dass die Fässer keine Kampfmittel mehr beinhalteten, konnten die Arbeiten zum Bergen ohne die schweren und sehr heißen Schutzanzüge ausgeführt werden.

Dennoch gestaltete sich dies alles als sehr aufwendig und umständlich.


Das THW hatte schon seit dem Morgen Wege und Stege rund um den Fundort gebaut, damit die Bergung durchgeführt werden konnte. Die Feuerwehr Ramsau stellte einen Brandschutz sicher und eine Dekontaminations-Einheit, die im Fall der Fälle die betroffenen Personen dekontaminieren könnte.


Die Polizei war hochzufrieden, denn sie vermeldete, dass die Bevölkerung und die Urlauber*innen allesamt den Anweisungen der Polizeibeamt*innen Folge leisteten und es zu keinerlei Vorfällen kam.

 

Der Fundort ist mit Sicherheit nicht der ursprüngliche Ablegeort. 
Vermutlich wurden diese beiden Fässer bei einem der Hochwässer der letzten Jahre weiter oben, also im Bereich zwischen Hintersee und Fundort, mitgerissen. 
Vor knapp einem Jahr hatte man schon einmal ein Fass weiter flussaufwärts gefunden und dieses schnell als entschärft feststellen können, auch dieses hatte Einschusslöcher.

Nun vermutet man, dass sich durchaus weitere solcher Weltkriegsrelikte irgendwo in dem Gebiet befinden. Man rät aber explizit davon ab, selbst auf die Suche zu gehen. 

 

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