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Mittwoch, 30. September 2026

Brutaler Crash 84-Jähriger gerät auf die Gegenfahrbahn und rammt ein Traktorgespann.

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  • Hochberg / Traunstein
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Glich einem Schlachtfeld

 

Glich einem Schlachtfeld


Mit seinem vollelektrischen Renault R5 gerät am frühen Nachmittag ein 84-jähriger Pensionist auf der Blauen-Wand-Straße in den Gegenverkehr und rammt ein von einem 73-jährigen Landwirt gesteuertes Traktorgespann.

Der Landwirt hatte gerade zehn Tonnen Hackschnitzel für ein privates Blockheizkraftwerk bei Traunstein in seinem Anhänger geladen. 
Die Kollision der beiden Fahrzeuge ist derart heftig, dass der Kleinwagen, der extrem robust gebaut ist, die linke Vorderachse des Traktors sowie den linken Hinterreifen und das Getriebe aus dem schweren Fahrzeug reißt. In weiterer Folge stürzt der unkontrollierte Traktor von der Straße und landet in der angrenzenden Böschung.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zur Unfallstelle, darunter zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Feuerwehren der Region. Doch wie sich herausstellte, waren trotz dieses extrem heftigen Unfalls beide Lenker ansprechbar und konnten ihre Fahrzeuge sogar selbstständig verlassen. Auch die Befürchtung, dass die Batteriezelle des Elektroautos Schaden genommen haben könnte, weil der Anprall und die Unfalleinwirkung extrem waren, bestätigte sich nicht. Die Feuerwehr konnte bei mehrfachen Messungen mit der Wärmebildkamera keine erhöhte Temperatur der Batterie feststellen.

Die beiden Verletzten wurden mit dem Rettungswagen ins Klinikum Traunstein transportiert.
Zur Bergung der Unfallfahrzeuge wurde ein ortsansässiges Abschleppunternehmen beauftragt. 
Die betroffenen Landwirte organisierten die Bergung der Ladung selbst und kamen mit mehreren Traktoren und einem Frontlader, um die Hackschnitzel auszuladen und abzutransportieren. 

Der Katastrophenschutz des Landkreises Traunstein beauftragte wegen des ausgelaufenen Getriebeöls und anderer Betriebsstoffe einen oberflächlichen Abtrag der Grasnarbe der Böschung, um die dort befindlichen Getriebeölreste zu sichern und eine Umweltgefahr zu vermeiden.

Die B306 musste zwischen Siegsdorf und Traunstein für rund vier Stunden vollständig gesperrt werden, die Feuerwehr richtete eine örtliche Umleitung ein. 

Die Polizei sucht nun Zeugen des Unfalls, da noch unklar ist, wie es zu dieser Kollision kommen konnte und warum der Kleinwagen in den Gegenverkehr geriet.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf geschätzte 50.000 Euro. 

 

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