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KBR Josef Kaltner Exklusiv zum Hilfseinsatz im Hochwassergebiet der Retter aus dem BGL / OT Verfügbar

in nur 2 Stunden

Endlich blitzt wieder die Sonne am Himmel, unter uns tosen die Wassermassen, als wir uns mit dem Kreisbrand Rat Josef Kaltner auf der Brücke über die Saalach zu einem exklusiven Gespräch treffen.

 

Josef Kaltner war der Einsatzleiter des Hilfskontingents, das am Montag ins Katastrophengebiet nach Pfaffenhofen verlegt wurde.

 

Ich bin um 17:00 Uhr telefonisch verständigt worden, dass man ein Hilfskontingent des Landkreises angefordert wurde. Vor drei Jahren, als im Berchtesgadener Land ebenso eine Hochwasserkatastrophe sich ereignet hatte, waren auch hunderte Kameradinnen und Kameraden gekommen und hatten uns beim erschöpfenden Einsatz geholfen.

 

So trafen wir uns um 17.30 Uhr bereits im Landratsamt zu einem organisatorischen Gespräch, anschließend fuhr ein Vorauskommando zur Erkundung los.

Wir nutzten unser neues Alarmierungssystem, um die einzelnen Kommandanten zu verständigen und schon zwei Stunden später konnten wir rund 120 Einsatzkräfte mit speziellem Equipment und Fahrzeugen am Landratsamt begrüßen. Gegen 20.30 Uhr verlegten wir dann im Konvoi ins Einsatzgebiet, wobei wir kurz vor Eintreffen umgeleitet wurden und uns ein neues Einsatzgebiet zugewiesen wurde.

 

 

Wir mussten Häuser sichern und den Schutzdamm aufstellen, den wir mitgebracht hatten, die Kameraden*innen der Wehren im Einsatzgebiet sah man es an sie waren schon extrem übermüdet und erschöpft auch in der Führung und so konnten die Unterstützungseinheiten diesen Einsatzkräften eine wichtige Erholung ermöglichen.

 

Kurz nach 22. Uhr haben wir dann mitbekommen, dass in einer Nachbargemeinde ein Feuerwehrmann nach einem Bootsunfall vermisst ist. Ja, es ist das Schlimmste, was passieren kann und natürlich waren wir betroffen.

So mussten wir jedoch weitermachen, um den Einsatz abzuarbeiten. Wir haben kurz nach Mitternacht erfahren, man hat ihn gefunden, dass er verstorben war, erfuhren wir aber auch erst am Morgen.

In der Nacht verlegten wir nochmals und zogen nach Coburg, wo wir erneut einen Damm verstärkten.

 

Auf die Frage des Aufrufs von etlichen Medien, dass man ihnen doch die Fotos von dem Ereignis schicken solle, sehen wir sehr kritisch.

In mehreren Gebieten mussten Hochwassertouristen oder auch Gaffer gerettet und gesichert werden; sie begeben sich in Gefahr. Das ist nicht gut und sollte nicht sein. So, Josef Kaltner.

 

Die Hochwasserschutzmaßnahmen müssen nun unbedingt schnell erledigt werden, denn es ist nicht möglich, mit Feuerwehr und THW in Zukunft immer und immer wieder diese Situationen zu bewältigen, sondern da müssen die baulichen Maßnahmen erfolgen.

 

Doch das ist die Aufgabe der Politik und ja, es ist indessen mal Aufgabe des Landes und nicht der einzelnen Kommunen.

 

Am Beispiel Marktschellenberg sieht man ja die können es gar nicht bewerkstelligen, auch personell nicht so etwas zu stemmen.

 

Hören Sie sich das Gespräch im Podcast an.

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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