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Fernfahrer, Dispute, Lkw drängt Sattelzug von der Autobahn, Umweltalarm, stundenlange Sperre.

350 Liter Diesel ausgeflossen

Wildwest auf der Autobahn.

 

Zunächst war es offenbar ein Überholmanöver eines Lkw zweier Sattelzüge einer türkischen Spedition, der zu einem fatalen Unfall führte.

 

Nach der Spurenlage vor Ort waren die beiden türkischen Lkw auf dem ersten Fahrstreifen unterwegs, als der Lkw mit deutscher Zulassung diese überholte. Doch plötzlich soll dieser nach rechts gezogen haben und der Lenker des türkischen Sattelzuges legte eine Vollbremsung hin und lenkte nach rechts von der Fahrbahn.

 

Jedoch prallten beide Lkw seitlich zusammen.

In weiterer Folge krachte der türkische Sattelzug auf die ansteigende Leitschiene der Fahrbahnbegrenzung und stürzte nach rechts in einen Wassergraben, wo er völlig zerstört liegen bleibt.

 

Der zweite türkische Sattelzug kann dem Geschehen nur hilflos zusehen und seinen Lkw noch rechtzeitig vor den Trümmerteilen, die sich auf der Autobahn befanden, stoppen.

Der Lenker des deutschen Lkw stoppt seinen Lkw nach rund 200 Metern.

 

 

Was dann anschließend auf der Autobahn passiert, wurde von mehreren Zeugen, so berichtet, dass die drei Lenker und auch der zweite Mitfahrer im deutschen Lkw fast eine Schlägerei auf der Autobahn begannen. Sie mussten von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei und der Polizei sowie der Feuerwehr regelrecht getrennt werden. Jeder gab dem anderen die Schuld am Geschehen und durch die sprachlichen Probleme ließ sich das auch vor Ort nicht mehr klären.

 

Der deutsche Lkw wurde von Griechen gefahren, die beiden türkischen Lkw von türkischen Staatsbürgern.

 

Für die Feuerwehren bedeutete dieser Unfall einen Großalarm, den sofort mussten sie nach dem Eintreffen und dem Feststellen, dass niemand verletzt wurde, Ölsperren, indem Wasserlauf neben der Autobahn errichten.

Der türkische Lkw hatte erst vor Kurzem getankt und so befanden sich fast 1000 Liter Dieselkraftstoff in dem Lkw, dessen Tanks leckgeschlagen waren.

 

Durch das zügige Handeln der Feuerwehr gelang es rund 650 Liter Treibstoff aufzufangen und abzupumpen, gelang es der Feuerwehr, einen noch größeren Schaden zu verhindern. Jedoch ist ins Erdreich und wurde im Wasserlauf, der nach den letzten Regenfällen viel Wasser führte, rund 350 Liter Triebstoff weggespült worden. 

 

Über 6 Stunden musste die Autobahn vollkommen gesperrt und der Verkehr in Piding abgeleitet werden, weil die Bergung des Lkw sowie deren Ladung extrem aufwendig war. Gleichzeitig begann man auch mit dem Ausbaggern kontaminierter Teile des Wasserlaufes und der Ölbekämpfung. Das Wasserwirtschaftsamt war vor Ort und organisierte die Umweltschutzmaßnahmen.

 

Besonders dreist waren einige Pkw-Lenker und auch Lkw und Lieferwagenfahrer*innen, die Absperrmaßnahmen der Autobahnmeisterei wegstellten und ignorierten und dann an der Unfallstelle zum Stehen kamen. Sie beschwerte sich, dass sie nun nicht weiterkonnten; erst mahnende Worte der Polizei überzeugte sie nun, die Sperre abzuwarten. Vereinzelt wurde sogar von Fahrzeugen, die rückwärts auf der Autobahn fuhren, um wieder von dieser zu gelangen. So unterstützte auch die Bundespolizei die Absperrung und positionierte sich an einzelnen Behelfsauffahrten und Betriebsumkehren, bei denen die Fahrzeuge ankamen. 

 

Der Lkw musste händisch entladen und auf Ersatz-Lkw geladen werden. Es entstand ein erheblicher Schaden, so ist ein Großteil der Ladung schwerbeschädigt geworden; man schätzte vor Ort den Gesamtschaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag.

 

Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zum Lkw-Unfall aufgenommen.

 

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Polizei Pressemeldung 

 

Schwerwiegender Lkw Unfall auf der A8

 

Am frühen Montagabend kam es gegen 17:45 Uhr auf der BAB 8 Salzburg-München im Bereich Neukirchen zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Lkw, ohne verletzte Personen.

Hierbei wollte der 46-jährige griechische Staatsbürger mit seinem Lkw zwei türkische Sattelzüge derselben Spedition überholen. Bei dem Überholvorgang kam es dann aus noch ungeklärter Ursache zur Kollision mit beiden türkischen Sattelzügen, weswegen der zuerst überholte Sattelzug in der Folge erst gegen die Schutzplanke fuhr und dann auf der Seite im Graben zum Liegen kam.

Durch den im Graben liegenden Sattelzug traten ca. 300 Liter Diesel in den dort befindlichen Bach und das Erdreich aus. Die Feuerwehren Neukirchen, Vogling und Teisendorf, sowie die Autobahnmeisterei Siegsdorf und Vertreter des Landratsamtes Traunstein waren vor Ort.

Zur Unfallaufnahme und Bergung musste die Autobahn in Richtung München für die gesamte Zeit einspurig gesperrt werden. Zur Bergung des Sattelzuges und der Ladung musste die Fahrbahn dann für ca. 5 Stunden voll gesperrt werden. Ebenfalls wurde das Erdreich durch den austretenden Diesel in einem großen Bereich abgetragen. Die Fahrbahn konnte dann gegen 05:00 Uhr morgens wieder freigegeben werden.

Der Sachschaden, welcher durch den Unfall entstanden ist, befindet sich im 6-stelligen Bereich und kann noch nicht abschließend geklärt werden.

 

 

Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein übernahm die Verkehrsunfallaufnahme vor Ort. Zur Klärung des tatsächlichen Unfallhergangs werden Zeugen gebeten sich bei der Dienststelle unter der Telefonnummer 08662/66820 zu melden. 

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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