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27-09-2021 die Männer mit den Nerven aus Stahlseilen, Bombenentschärfer Tinert erklärt

Explosionsgefahr

Ja die Menschheit ist schon dumm, sie erfindet immer wieder Sachen wie man andere Menschen zu Tode bringen kann.

So Herr Tinert von der Kampfmittelräumer Firma Tauber, im Gespräch mit AKTIVNEWS, nach dem er zusammen mit seinem Kollegen über 2 Stunden hoch konzentriert eine englische Fliegerbombe entschärft hatten.

Dieser Bombenfund war was Besonderes, einerseits weil in Bischofswiesen keine gezielten Bombardierungen gab im Zweiten Weltkrieg und weil sie durch das Unwetter im Juli mit einer Murre angespült wurde.

Diese Bombe hatte einen mechanischen Zünder, der aber auf zwei Komponenten besteht und diese zusammen mit Luft instabil reagieren kann.

Ja sie hat eine starke Verformung am Boden der Bombe und dies hat die gesamte Bombe gestaucht und den inneren Aufbau enorm verschoben.
Vermutlich ist sie auf einen Felsen aufgeschlagen und hat sich dabei so verformt, so Herr Tinert im Gespräch.

Dadurch ist jedoch auch die Gefahr, dass die Füllung des Sprengkörpers sich so um den Zünder so gelegt hat, dass dieser bei jeder Manipulation reagieren kann.

Das Besondere bei dieser Englischen 500 Pfund (ca. 227 kg) Bombe ist sie hat nur einen Zünder und der ist am Boden und nicht an der Stirn des Sprengkörpers. Ja dort war nur eine Blindverschraubung, die wir natürlich auch entfernen, mussten um sicher zugehen.

Für das Sprengkommando war es einer von vielen Einsätzen der letzten Wochen, doch es ist immer wieder sehr gefährlich, den diese Dinge sind nicht für die Ewigkeit gebaut. Umso älter sie werden, umso mehr Witterungseinflüsse auf sie wirken können, umso gefährlicher werden sie.

Auf die Frage hin wie viele gefährliche Kriegsrelikte er den in Bayern noch vermutet sagt er das weiß keiner, den es waren so viele gefährliche Dinge im Einsatz von denen einfach viele nicht funktionierten. Für sie wird es wohl noch lange was zu tun geben.

Es ist sehr lobenswert, wenn Gemeinden gezielt auf die Suche nach diesen Teufelsdingern gehen, den sie sind eine Gefahr und was gibt es mehr zu schützen als Menschenleben.

Noch in derselben Nacht brachten sie die entschärfte Bombe in ein Spezialdepot, um schon am nächsten Tag wieder zum nächsten Fundort zu fahren, um dort erneut diesen gefährlichen Job zu tun.

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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