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27-09-2014 Bombenfund in Bischofswiesen, 227 KG Bombe gefunden und Entschärft / VIDEO

Hochbrisant

Es war der 25. April 1945, als das Getöse von hunderten Flugzeugen über dem Berchtesgadener Talkessel alles verstummen ließ. In wenigen Minuten warfen britische Bomber ca. 1300 Bomben über dem Obersalzberg ab und setzten dann ihren Flug Richtung Süden nach Italien fort.

Dieser Luftangriff wird heute noch als eines der schwersten Bombardements in der Gregion geschildert.

Dass diese vor nun über 75 Jahren noch heute folgen hat, zeigte nun ein dramatischer Einsatz der Feuerwehr in Bischofswiesen.
Am Nachmittag hatte ein Baggerführer in einer Murre des Juli Unwetters in Bischofswiesen eine Bombe gefunden. Eine britische 500 Pfund (ca. 227 kg) (IPS) Sprengbombe.
Das Entschärfungsteam der Firma Tauber aus München musste anrücken und diesen hochbrisanten Fund endgültig freilegen und dann entschärfen.
Doch bei diesen Arbeiten stellte sich plötzlich heraus, dass der Sprengkörper mit rund 225 KG doch gerade im Zündbereich sehr instabil ist.
Den die Bombe war hart auf den Boden vermutlich auf Felsen aufgeschlagen und stark deformiert wurden dennoch nicht detoniert.

So hatten die Feuerwehrkräfte zunächst einen 500 Meter Kreis um den Fundort evakuieren sollen, doch dann musste alles enorm schnell gehen und der Umkreis wurde auf 300 Meter reduziert.

64 Personen wurden evakuiert und weitere 100 verständigt ihr Haus zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Für das Team der Firma Tauber hingegen wurde es eine nervenaufreibende Sache. Den der Zünder war wegen der Verwitterung nur schwer zu entfernen doch sie schafften es nach rund 1 Stunden und konnten Entwarnung geben.

Eine Sprengung jedoch mussten sie vor Ort durchführen. Die Zünder waren derart instabil, dass sie diese nicht mehr vom Auffindeort abtransportieren konnten.
So sprengten sie diese vor Ort noch, um die Gefahr zu bannen.

Nach dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz der Einsatzkräfte erfolgreich beendet werden.

Die Bombe, so wird vermutet, wurde von einem bereits abdrehenden britischen Bomber noch abgeworfen und landete so am Untersberg. Nun nach 76 Jahren hatte wohl das Unwetter diese Bombe mit ins Tal geschwemmt und wieder freigegeben.

Wie viele dieser Sprengsätze in der Region noch liegen ist den Entminungsexperten nicht bekannt, doch sie müssen fast täglich zu weiteren Sprengmitteln ausrücken.

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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