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08-01-2024, die Aktionswoche der Bauern hat gestartet, 330 Fahrzeuge im Korso in BGD

Es verlief friedlich.

Schon in den frühen Morgenstunden gaben die Verkehrs-Tiger keine Ruhe mehr, minütlich kamen neue Verkehrsmeldungen von Demonstrationen durch Landwirte in ganz Deutschland, in ganz Bayern.

Auch das Berchtesgadener Land blieb nicht verschont, da war für den Nachmittag am Parkplatz Königssee eine Großkundgebung mit anschließendem Fahrzeug-Korso nach Berchtesgaden und zurück zu einer Abschluss-Kundgebung angemeldet.

 

Die Polizei hatte im Vorfeld mit den Verantwortlichen gesprochen und so konnte diese von immerhin 330 Fahrzeugen und mehreren Hundert Menschen ausgerichtete Kundgebung reibungslos veranstaltet werden.

 

Bei klirrender Kälte wurde dann am Parkplatz Königssee die Abschluss-Kundgebung abgehalten und die einzelnen Redner brachten ihre Argumente, aber ausschließlich Argumente, warum man keinerlei Abstriche akzeptieren will.

 

Lösungen und Stimmen dagegen vermisste man jedoch hinlänglich und es machte eher den Eindruck einer Wahlkampfveranstaltung von Freien Wählern und CSU, um ihre Klientel mit markigen Sprüchen und spaltenden Aussagen bei Laune zu halten.

Gleichzeitig verabschiedete die Bundesregierung im Parlament in Berlin die Kürzungen.

 

Im Vorfeld meldete das Innenministerium bundesweit, dass gerade rechtsorientierte Gruppierungen, Querdenker und auch Reichsbürger sich die Demonstrationen zunutze machen wollen, um ihre Ideologie zu verbreiten.

 

Auch Berchtesgaden ist davon nicht ganz verschont geblieben und so konnte im Korso so manches Fahrzeug, mit dem andere Ziele verfolgt wurden, sich einhängen und erst zur Abschluss-Kundgebung konnte einem Teil dieser der Zugang zum Gelände verwehrt werden.

 

Auf der kilometerlangen Korso-Strecke hingegen konnten sie ihre abstrusen und rechts-staatsverachtenden Ansichten kundtun.

 

Nach dem massiven Protesttag, dem weitere in der Woche folgt, prophezeiten hingegen die ersten Politwissenschaftler schon am ersten Tag ein Abflauen der Unterstützung in der Bevölkerung für die Lobbyisten der Landwirtschaft.

 

So drohen ab Mittwoch bundesweite Eisenbahnstreiks und andere Aktionen der Landwirte.

 

Auch ist die Frustrationsgrenze jener, die durch diese Streiks und die Schreikultur und wenigen Argumente austauschenden Form des Protestes enorm hoch.

 

Einige Politiker sprechen schon, dass der Rechtsstaat sich nicht erpressen lassen darf und wird, und so ist eher zu erwarten, dass es zu mehr Konfrontationen als zu Dialogen kommen wird.

 

Gerade Randparteien wie die Freien Wähler, aber auch die Oppositionsparteien wittern derzeit ein Aufwind und wollen somit mehr Schaden anrichten, jedoch vergessen sie vollends, dass sie in vieler Hinsicht die Ursache vieler dieser Probleme sind.

 

Ob nun im Land ein Friede einkehren wird oder weiter an der Spaltung der Gesellschaft gearbeitet wird, ist bisher nicht klar, jedoch kann nur zu hoffen sein, dass zumindest die demokratischen Parteien sich endlich auf Dialog verständigen anstelle von Angriff.

 

Impressionen der Veranstaltung hier bei AKTIVNEWS.

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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