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05-01-2018 Lieferwagen rollt in die Salzbach und geht unter, Kraftwerk über Stunden vom Netz

Wurstlieferant versenkt Lieferwage

In Salzach gerollt


es war gegen 12.30 Uhr als ein Wurstlieferant seinen PKW nähe Feuerwehrhaus Hallein an der Rampe, um Boote in die Saalach zu lassen abstellte.

Offenbar rollte ihm dann sein Lieferwagen in die Hochwasser führende Salzach und trieb sofort Richtung Kraftwerk.


Augenzeugen


Der Lieferwagen Fahrer aber auch viele andere wie der 57 Jährige Albanische Arbeiter R. Beobachteten dies und verständigten die Rettungskräfte.

Da anfangs nicht klar war ob sich noch Personen im Fahrzeug befinden wurde ein Großalarm ausgelöst.


Das Fahrzeug trieb langsam sinkend mehrere Hundert Meter weit bis zur Solostufe Hallein dem Salzachskraftwerk Hallein wo es dann rund 40 Meter vor dem Kraftwerkseinrang versank.


Nach dem der Fahrer sich gemeldet hatte und mitteilte das sich niemand mehr im Fahrzeug befindet wurde ein großer Teil der alarmierten Rettungskräfte abbestellt.


Kraftwerk abgeschaltete


Aufgrund das das Fahrzeug direkt vor dem Einlass zu den Turbinen des Kraftwerkes getrieben und versunken ist wurde das Kraftwerk abgeschaltet und die Fluttore des Kraftwerkes geöffnet


Anschließend begann die Odyssee der Bergung.


Zunächst wurde der Wasserspiegel der Salzach durch das öffnen der Fluttore um mehr als 5 Meter gesenkt, was wiederum flussabwärts für eine enorme Wasserbelastung sorgte und die Pegel steigen ließ.


Anschließend wurde im Kraftwerksbecken das Wasser durch die Turbinenabläufe um weitere 5 Meter gesenkt.


Doch die ersten Tauchgänge der Feuerwehrtaucher brachten kein Erfolg das Fahrzeug war verschwunden und so suchten über stunden die Taucher nach dem Fahrzeug das sich in dem Kraftwerksbecken befinden musste.


Wasserrettung mit Sonar


Wieso die Feuerwehr die Assistenz der Wasserrettung mit ihrem Sonar Boten nicht zuließ konnte nicht erklärt werden und so suchte man aufwendig später mit einer langen Eisenstange die an beiden Enden mit Seilen befestigt wurde und dann am Kraftwerksrechen ins Wasser versenkt wurde .


Nach dem man nun die Stange über Boden zog und dann gegen ein Hindernis traf gingen die Taucher erneut ins Wasser und fanden in rund 8 Meter tiefe das Fahrzeug.


Bis dahin waren schon 4,5 Stunden vergangen seit dem das Fahrzeug versunken ist und seit dem das Kraftwerk vom Stromnetz genommen werden musste.


Komplizierte Bergung.


Die Bergung wiederum gestaltete sich zusätzlich kompliziert.

So hatte man Unterstützungskräfte der Berufsfeuerwehr Salzburg angefordert die mit ihrem Know How zum gelingend es Einsatzes beitrugen.


Gegen 18.30 Uhr konnte dann mittels Ballons die an dem Fahrzeug angebracht waren und mit Druckluft gefüllt wurden das Fahrzeug bis unter die Wasser Oberfläche geschafft werden.

Anschließend hob ein 80 Tonnen LKW Kran den PKW aus dem Becken des Kraftwerkes.


Erst nach Mutternacht rechnet man wieder mit der Inbetriebnahme des Kraftwerkes, den bis dahin muss der Wasserpegel wieder gehoben werden.


Ca. 200.000 € Schaden und Kosten


So ist die Schadensumme am PKW und die Bergung erheblich geringer als der Wirtschaftliche Schaden der durch das stilllegen des Kraftwerkes erzeugt wurde.

Man rechnet mit mehr als 200.000 Euro Schadenssumme die Entstanden ist, so ein Sachverständiger im Kraftwerkswesen zu AKTIVNEWS.


So erklärte er das ein abschalten nicht einfach so funktioniert den das Kraftwerk ist in einem Netz eingebunden und wenn man so ein große Stromkapazität auf einen schlag aus dem Verbund nimmt dann kann das zu einer Ketten Reaktion frühen wie einem Black Out wie es vor Jahren in den USA schon einmal zu beobachten war.


Aber auch nach dem Wasser ablassen entstehen weitere große Probleme so schwemmt es erheblich mehr Schwemmanteile (kleine Sand und andere Partikel) in das Triebwerks System welche nun vorsichtig ausgeschwemmt werden müssen langfristige Schäden an den Turbinen zu verhindern. So ist es nicht getan das man das Wasserbecken wieder füllt nein es muss eine gewisse Beruhigung des Wassers erzeugt werden.


Dann kann es langsam hochgefahren werden auch hier muss man dann wieder im Stromnetz die Kapazitäten auf die anderen Stromlieferanten abstimmen um wiederum einen schaden im Netz zu Verhindern.

So sind viele Techniker mit so einer Sache beschäftigt bis der normale Betrieb läuft.


Polizei ermittelt


wieso der PKW Lenker sein Fahrzeug dort abstellte von wo es aus in die Salzach rollen konnte ist noch Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.

Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001

Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001

Video: DE_01_001

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